Mit sanften Therapien die Wechseljahre leichter überstehen
Alle Frauen wissen, dass es eines Tages auch sie betrifft. Dennoch ist der Beginn der Wechseljahre für die meisten ein gravierender Lebenseinschnitt. Häufig wollen Frauen im Alter zwischen 45 und 55 Jahren zunächst nicht wahr haben, dass hinter typischen Beschwerden wie Gereiztheit, Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen ein Rückgang der Hormonproduktion stecken kann. Sich selbst jedoch bewusst zu machen, was im Körper geschieht, ist die beste Voraussetzung, um frühzeitig gegensteuern zu können.
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Wechseljahresbeschwerden müssen nicht einfach hingenommen werden. Schon mit Hilfe eines bewussten, aktiven Lebensstils mit Bewegung und einer ausgewogenen, vollwertigen Ernährung lässt sich die Lebensqualität während der Wechseljahre deutlich steigern. Bei starken Symptomen, die Folge der stetig nachlassenden Hormonproduktion sind, kann eine Hormonersatztherapie sinnvoll sein. Allerdings sind nicht alle Therapien gleich. Um Risiken zu vermeiden, raten Experten zu modernen Behandlungsmethoden mit natürlichem Östrogen und Progesteron statt synthetischen Hormonen. Die Dosierung sollte dabei individuell und so niedrig wie möglich erfolgen und sich am persönlichen Risikoprofil der einzelnen Frau orientieren.
Östrogen am besten über die Haut
Die Darreichung von Östrogen in Form von Tabletten ist mit höheren Risiken verbunden, weil das Östrogen über den Darm und die Leber vom Körper aufgenommen wird. Das kann Nebenwirkungen wie Thrombose, Bluthochdruck oder Leberveränderungen zur Folge haben. Bei Östrogenen raten deshalb Experten, wie jüngst auch beim Jahreskongress der Europäischen Menopause-Gesellschaft in London, generell zur Gabe über die Haut, beispielsweise als Gel wie Gynokadin Dosiergel. Die Anwendung eines Östrogen-Gels ermöglicht eine individuelle Dosierung und ist deshalb auch für Risikopatientinnen mit Übergewicht bei einem Body-Mass-Index (BMI) von über 30 empfehlenswert. Mit transdermaler Östrogengabe wurde selbst bei übergewichtigen Patientinnen kein hormonbedingt erhöhtes Thromboserisiko beobachtet.
Quelle: djd
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